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Deutschstunde

26 Februar 2017,   By ,   0 Comments

“Hefte raus, Diktat!”

Oft sind es ja die offensichtlichsten Dinge, die am schwersten zu erkennen sind.

Obwohl ich in meiner Schulzeit zumeist Klassenbeste war und als Streberin gehänselt wurde, hätte ich NIEMALS gedacht, dass ich mal Lehrerin werden würde!

Marketing für die deutsche Sprache

Nun ist es soweit, die Flüchtlingskrise hat den Bedarf nach Lehrern für Deutsch als Fremdsprache rasant ansteigen lassen und ich habe kurzerhand vom Marketing auf das Unterrichten umgesattelt.

Dabei gibt es erstaunlich viele Parallelen zwischen beiden Tätigkeiten.

Sowohl im Marketing, als auch im Unterricht geht es um

  • Aufmerksamkeit (Schüler sind ja wie Konsumenten ständig von anderen Dingen abgelenkt)
  • Verständlichkeit (komplexe Dinge einfach zu erklären)
  • Wiederholung (ob im Werbeblock oder beim Vokabelnlernen)
  • Interaktivität (eine Klasse ist auch nur eine “Community”, die man pflegen muss)
  • Emotionen (mit Spaß lernt man besser bzw. kauft man mehr)

Meine ersten 4 Monate als Vollzeit-Lehrerin waren sehr spannend und ich habe das Gefühl, dass ich einen sinnvollen Beitrag zu einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit – der Integration von Menschen verschiedenster Herkunft in unsere Gesellschaft – leiste.

Ist das nicht eine schöne Wendung meines Schicksals?

Früher hat man mich dafür gehasst, dass ich alles besser wusste.

Jetzt bezahlt man mich dafür.

 

Bild: Copyright: www.123rf.com/profile_vectorlab (bearbeitet von Mel)


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